1.Frauen: TuS Gehlenbeck - HSG Porta 16:17 (8:9) | Drucken |
Geschrieben von: Miriam Bekemeyer   
Montag, den 15. Dezember 2014 um 21:04 Uhr

Sieg trotz zeitweise kollektiven Blackouts

Nachdem Häver am vergangenen Spieltag überraschenderweise gegen Lerbeck verloren hatte, standen wir schon letzte Woche als Herbstmeister fest. Nichtsdestotrotz wollten wir das letzte Saisonspiel in Gehlenbeck unbedingt gewinnen, um den 3-Punkte-Vorsprung mit in die Winterpause zu nehmen. Die Gegner standen auf dem drittletzten Tabellenplatz, wovon wir uns aber nicht blenden lassen wollten. Denn uns war bewusst, dass wir in Gehlenbeck traditionell immer schlecht ausgesehen haben. Außerdem fehlten bei uns erneut 5 Spielerinnen (Alex, Katrin, Linda, Sarah, Vizi) und auch Nine und Valerie gingen angeschlagen ins Spiel. Aber das sollte und durfte keine Ausrede sein, denn der Gegner trat ebenfalls dezimiert an.

Den Gehlenbecker Führungstreffer glichen wir postwendend aus und zogen kurz danach vorbei. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit wenig Toren konnten wir uns nach 14 Minuten zum ersten Mal auf 2:5 absetzen und auch 5 Minuten später beim 4:7 sah alles noch ganz gut aus. Danach ließen wir in der Abwehr allerdings die Zügel schleifen und die Gehlenbecker nutzten das, um nach 23 Minuten zum 7:7 auszugleichen. Carina und Nine legten mit ihren Treffern wieder zum 7:9 vor, doch kurz vor Ende der Halbzeit gab es noch ein Gegentor, so dass es nur mit einem Tor Vorsprung in die Kabine ging. Hier war uns bewusst, dass wir viel zu viele Fehlpässe bzw. Fangfehler produziert hatten und dies abstellen mussten, wenn wir 2 Punkte mitnehmen wollten. Außerdem verlangte Ernstl viel mehr Laufbereitschaft sowohl im Angriff als auch in der Abwehr.

Doch genau das, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir in der 2. Halbzeit nicht umsetzen. Im Gegenteil: unsere Leistung wurde NOCH schlechter und wir trafen vorne einfach das Tor nicht mehr. Da die Abwehr auch nicht besser wurde, schaffte der Gegner nicht nur vorbeizuziehen sondern durch 5 Tore in Folge auch eine 13:9-Führung nach 45 Minuten. Zu dem Zeitpunkt nahm Ernstl eine Auszeit und hat uns erstmal richtig zusammengefaltet, dass wir es tatsächlich hinbekommen haben 16 Minuten KEIN Tor zu erzielen und langsam mal aufwachen müssten. Das wirkte insbesondere bei Natalie, die direkt im nächsten Angriff ein Tor erzielte. Trotzdem wurde die Defensive noch nicht stabiler und Gehlenbeck konnte den Vorsprung beim 15:10 und 16:11 nach 49 Minuten sogar auf 5 Tore ausbauen. Danach erzielten Christin, Anna und Carina jedoch 3 Tore innerhalb von 2 Minuten und wir merkten, dass hier doch noch was drin war. Trotzdem folgten wieder 5 torlose Minuten, bevor Natalie mit 2 Toren nach schönen Kreisanspielen von Mika sowie Micky per Siebenmeter die Führung herauswarfen. Gehlenbeck erzielte Sekunden vor Schluss zwar den vermeintlichen Ausgleichstreffer, dieser wurde jedoch richtigerweise nicht gegeben, da der vorausgegangene Freiwurf eindeutig nicht an der richtigen Stelle ausgeführt wurde. Den anschließenden Direktfreiwurf konnten sie dann nicht mehr verwandeln, so dass unser knapper Sieg feststand.

Das war definitiv ein glücklicher doppelter Punktgewinn nach der schlechtesten Saisonleistung. Unerklärlich viele technische Fehler und wieder mal ein kollektiver Blackout von allen, der dieses Mal über eine Viertelstunde andauerte und uns fast den Sieg gekostet hätte. Zum Glück sind wir am Ende noch aufgewacht, haben doch wieder das Tor getroffen und Nadine hat in den letzten 10 Minuten kein Gegentor mehr zugelassen.

Das war zwar von den Ergebnissen her eine fast perfekte Hinrunde, spielerisch allerdings ist noch viel Luft nach oben. Immer wieder haben wir uns der Tabellensituation des Gegners angepasst und meist nur knappe Siege erzielt. Trotzdem freuen wir uns natürlich, als Herbstmeister in die wohlverdiente Winterpause zu gehen.

Nadine (22 Paraden), Natalie 6, Carina 3, Nine 2, Micky 2/1, Christin 1, Anna 1, Valerie 1, Kira 1/1, Lilly, Mika