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HSG Porta Spielberichte 2012/2013 1.Herren: TV „Sachsenroß“ Hille – HSG Porta 32:28 (13:14)
1.Herren: TV „Sachsenroß“ Hille – HSG Porta 32:28 (13:14) PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: Daniel Franke   
Montag, den 14. Januar 2013 um 20:49 Uhr

Den Sack nicht zugemacht

Zum ersten Spiel im neuen Jahr, zugleich auch das letzte in der Hinrunde, führte uns der Weg nach Hille. Nach der Winterpause wussten wir nicht ganz, wo wir leistungsmäßig standen, hatten aber beim eigenen Neujahrsturnier in der Vorwoche eine gute Leistung gezeigt. Fast alle Mann waren fit, außer JC welchem eine hartnäckige Erkältung zu schaffen machte. Er stellte sich aber trotzdem zur Verfügung. Die letzten Spiele gegen Hille, waren allesamt knapp ausgefallen und auch dieses Mal waren wir auf ein Kampfspiel vorbereitet. Die Sachsenrößer hatten bis jetzt noch nicht zur stabilen Form des Vorjahres gefunden. Wir wollten natürlich Anschluss an die vorderen Plätze finden und einen Auswärtssieg einfahren.

 

Mit einem 4:1-Start, kamen wir gut ins Spiel hinein. Doch bis zur 10. Minute verspielten wir den Vorsprung wieder und es stand 4:4. Als sei es ein Weckruf gewesen, legten wir eine Schüppe drauf und führten nach drei Toren in Folge mit 7:4 (15.Minute). Vier Gegentore in Hille waren in Ordnung. Die 6:0 Abwehr stand gut und auch Jorge erwischte einen guten Tag. Vorne zeigten wir schöne Spielzüge, dann aber auch wieder haarsträubende Fehler und Unkonzentriertheiten. Wenn wir etwas konzentrierter und teilweise auch sicherer gespielt hätten, wäre zu diesem Zeitpunkt eine höhere Führung möglich gewesen. Hille ließ aber nicht locker und kämpfte sich weiter ins Spiel hinein. Arning, Mehrhoff und Bringewatt erzielten aus dem Rückraum immer wieder einfache Tore, wo wir zeitweise zu passiv agierten. Hille nutzte die Schwächen aber auch gnadenlos und gekonnt aus. Bis zum Halbzeitpfiff konnte sich kein Team großartig absetzen und so gingen wir mit einer 14:13 Führung in die Kabine.

Negativer Höhepunkt in den ersten 30 Minuten war ein sehr grobes Foulspiel von Mehrhoff gegen Patty Kurz, nach welchem man schon zu Recht von einer Bestrafung ausgehen konnte, aber für die beiden Unparteiischen war es wohl nur halb so wild, denn sie beließen es bei einem Freiwurf für unsere Farben.

Nach der Pause kassierten wir gleich den Ausgleich. Hille kam deutlich besser aus der Kabine, denn sie schalteten blitzschnell von Abwehr auf Angriff um und überrumpelten uns das ein oder andere Mal damit. Viel zu langsam liefen wir zurück, egal ob nach Toren oder Ballverlusten von uns. So war es recht schnell geschehen, dass die Gastgeber das Spiel drehten und ihrerseits mit 18:16 in Front gingen. Beim 21:18 (38. Minute) war es das erste Mal seit Spielbeginn ein drei Tore Rückstand. Viel zu fahrlässig gingen wir vorne mit unseren Chancen um und die Probleme in der Abwehr waren auch nicht zu übersehen. Auch Jorge, welcher in der ersten Halbzeit sehr stark spielte, fand nicht mehr richtig ins Spiel und kassierte einige leichte Treffer. Trotzdem rackerten wir weiter und versuchten unsere Probleme in den Begriff zu bekommen. Kämpferisch waren wir auf Augenhöhe, durch vier Tore in Folge gingen wir mit 22:21 in Führung (43.Minute). Das Spiel und die Führungen gingen hin und her, denn jetzt ließ sich Hille nicht lange bitten und übernahm nach zwei Toren die Führung. In dieser Phase war es immer Benni Arning der seine Farben mit erfolgreichen Aktionen jubeln ließ. Er glänzte als Torschütze und guter Vorbereiter. Nachdem Coors und Fabi dreimal in Folge trafen und uns dadurch wieder mit 25:23 in Front brachten (48.min), bekamen wir im nächsten Angriff einen 7m zugesprochen. Fische trat an und scheiterte dieses Mal am eingewechselten Hüter Niermeyer. Hoffentlich sollte das kein Bruch sein im Spiel, denn bei einem drei Tore Vorsprung hätte man etwas beruhigter in die letzten 10 Minuten gehen können. So kassierten wir im Gegenzug den Anschlusstreffer und die Heimmannschaft war wieder im Spiel und auch die Zuschauer feuerten die Gastgeber jetzt noch euphorischer an. Patty erzielte mit einem verwandelten 7m nochmal die zwei Tore Führung, aber dann brachen die Dämme in der Abwehr. In vier Minuten kassierten wir, ohne eigenen Treffer, vier Gegentreffer und lagen fünf Minuten vor Ende mit zwei Toren hinten. Die Abwehr passte gar nicht mehr und Potze, der mittlerweile für den glücklosen Jorge hineingekommen war, konnte die Fehler seiner Vorderleute auch nicht ausbügeln. Patty zum 27:28 und Fabi zum 28:29 konnten zwar nochmal verkürzen, aber durch eine offene Deckung in den letzten beiden Minuten bekam Hille freie Chancen und nutzte diese auch. So verloren wir diese Partie am Ende noch deutlich mit 28:32.

Fazit: Neues Jahr, alte Probleme. Auswärts spielen wir um einiges schlechter als zu Hause. Mit ein bisschen mehr Konzentration, Übersicht oder Kaltschnäuzigkeit wäre in diesem Spiel wesentlich mehr drin gewesen. So sitzen wir nach dem Spiel zum wiederholten Mal in der Kabine und ärgern uns (zu Recht) über die indiskutable Leistung der beiden Unparteiischen in den letzten fünf Minuten. Wenn wir aber in den entscheidenden Minuten mehr Aggressivität in der Abwehr gezeigt hätten und die zum Teil sehr guten Chancen genutzt hätten, bräuchte man zum Schluss nicht über die beiden Schiedsrichter diskutieren...so ist es aber wie schon so oft in dieser Serie auswärts. Wir sitzen niedergeschlagen in der Kabine und die Heimmannschaft feiert. Ein ganz starkes Spiel lieferte Fabi Arning ab, der von außen eine 100% Chancenverwertung hatte und unser bester Mann war.

So verpassen wir zum Ende der Hinrunde den Anschluss an die vorderen Plätze und stehen zu Recht im Mittelfeld.

Tore: Fische 6/4, Coorsa 6, Patty 5/1, Fabi 5, Johann 3, Jan 2, Benni 1, JC, Freddie, Axel , Malte , Darrel

Spielfilm: 0:1, 1:4 (5.min), 4:7 (15.min), 9:9 (21.min), 13:13 (28.min), 13:14 (30.min), 18:16 (35.min), 21:19 (39.min), 23:22 (45.min), 23:25 (48.min), 26:26 (52.min), 28:26 (55.min), 32:28 (60.min)

 

Am nächsten Wochenende empfangen wir die HSG EGB Bielefeld zum Rückrundenauftakt in der heimischen Karl–Krüger–Halle. Hier geht es die makellose Heimbilanz zu wahren und die Hinspielschmach wett zu machen.